Welpenkauf

Bei ihrem ersten Besuch bei uns erhalten sie ein Merkblatt darüber, welche Vorkehrungen sinnvollerweise zu treffen sind, bevor ein Hundekind bei ihnen einzieht.

Über die obligatorischen Kurse für alle Hundekäufer informieren wir in der Rubrik Hundeausbildung.

Zusammen mit dem Welpen bekommen sie eine Gebrauchsanweisung - einen ganzen Ordner voller guter Ratschläge, die von Wurf zu Wurf an unsere neusten Erkenntnisse angepasst werden, sowie eine ca. 12-teilige Grundausstattung.

Hier werden bereits ein paar der am häufigsten gestellten Fragen beantwortet.

 

Frage : Was kostet so ein Hund ?

Antwort : Es ist sehr wichtig, sich über die finanziellen Aspekte Gedanken zu machen.

Mit der Ueberprüfung anfangen sollten sie aber nicht bei unserem Welpenpreis, sondern bei ihrem eigenen Budget.

So ein Tier kann 10-15 Jahre leben. Liegt es drin, jeden Monat ungefähr 250.- Franken für die Bedürfnisse des Hundeli auszugeben ? Für Futter und Kauartikel, Ausbildung und Ausrüstung, Tierarzt und Pflegeartikel, Steuern und Vereinsbeiträge, eventuell Hundesalon und Ferienbetreuung.

Das grössere Auto und die grössere Wohnung mit Garten die sie vielleicht brauchen, sind nicht mitgerechnet. Aber alle diese Kosten sind genau gleich hoch, egal wieviel sie bei der Anschaffung des Hundes bezahlt haben.

Wie im HUNDE Nr.05/07 treffend zu lesen war. "Der Preis für Rassehunde mit Papieren bewegt sich in der Regel zwischen 1500 und 2500 Franken."

Unser Welpenpreis bewegt sich im üblichen Rahmen, unsere Dienstleistungen gehen darüber hinaus.

Was Tierfreunde besonders interessieren dürfte : Wir sind uns bewusst, dass es bereits ohne unser Zutun mancherorts überzählige Hunde gibt, die gar kein schönes Leben haben. Diesem Umstand tragen wir Rechnung und überweisen pro verkauften Welpen 200.- Franken an das Tierheim des Aargauischen Tierschutzes.

Frage : Hat der Hund schon einen Chip ?

Antwort : Ja

Ausnahmslos alle Hunde vom SKG-Züchter sind bei der Abgabe gechipt, haben mindestens 3 Wurmkuren hinter sich, und sind 1-2mal geimpft inkl. Ausweis. Das ist zwingend vorgeschrieben.

Was in unserer eigenen Zucht noch zusätzlich dazukommt sind eine Augenuntersuchung und ein Gehörtest (Audiometrie) beim jeweiligen Fachtierarzt. Das ist keine Vorschrift, notwendig wäre es schon.

Frage : Zu welchen Konditionen verkaufen sie einen Hund ?

 Antwort :

Die Abgabebedingungen sind im SKG-Kaufvertrag wie folgt umschrieben: " ... der Käufer bestätigt, sich eingehend über die artgerechte Pflege, Haltung und Erziehung des Hundes und über die besonderen Ansprüche der Rasse informiert zu haben. Er verpflichtet sich, den Hund einwandfrei und seinen Bedürfnissen entsprechend zu halten und in jeder Beziehung optimal zu betreuen und zu pflegen. ... Um dem Verkäufer eine Optimierung seiner Zucht zu ermöglichen, erklärt sich der Käufer damit einverstanden, den Hund im Alter von ... auf (HD, ED, PRA usw.)... untersuchen zu lassen und dem Züchter den Befund mitzuteilen. ... Der Käufer sichert dem Verkäufer zu, den Hund nicht für oder im Auftrag von Drittpersonen zu erwerben und nicht an Dritte weiterzugeben ohne den Verkäufer vorgängig davon in Kenntnis zu setzen.... (ev. Vorkaufsrecht) ... Verletzt der Käufer die zugesicherten Sorgfaltspflichten ... so ist der Verkäufer berechtigt, geeignete Schritte im Interesse des Hundes einzuleiten. ...

Wir nehmen diese Vereinbarungen ernst.

 Frage : Muss man den Hund jeden Tag bürsten ?

 Antwort :

Es ist ratsam, den Welpen täglich zu bürsten. Nicht wegen dem Fell sondern wegen der Gewohnheit, damit die Pflege zur Routine wird für Hundchen und Herrchen (oder meistens Frauchen).

Der erwachsene OES braucht im Durchschnitt eine wöchentliche Pflegesitzung von ungefähr 3 Stunden. Er muss dabei sorgfältig Strähne für Strähne bis auf die Haut durchgearbeitet werden. Die Fellpflege ist ja nicht nur lästige Pflicht, sondern bedeutet auch Gemeinschaft mit dem Tier.

 Der jugendliche Hund, dessen Fell ständig im Wechsel ist, bereitet manchmal einen wesentlich höheren Pflegeaufwand. Wenn sie nicht geübt sind, verzweifeln sie nicht, kommen sie vorbei, wir helfen ihnen.

Was täglich zu tun sich empfiehlt ist eine schnelle Kontrolle von Gesicht und Popo, ev. Bart kämmen, und nach dem Spaziergang je nach Wetter eine mehr oder weniger aufwändige Reinigung von Pfoten und Bauch.

 Frage : Aber man kann doch den Hund auch scheren ?

Antwort :

 Es gibt verschiedene Gründe die es sinnvoll erscheinen lassen, die Haarpracht mehr oder weniger stark zu reduzieren. Häufiges Scheren verschlechtert die Haarqualität, die Pflege wird nicht wirklich vereinfacht, aus reiner Bequemlichkeit sollte das nicht geschehen.

Wer sich einen kurzhaarigen Hund wünscht, sollte lieber nicht eine extrem langhaarige Rasse wählen. Zum Scheren sehr gut geeignet sind z.B. Pudel oder Lagotto.

Frage : Wir sind berufstätig, wie lange kann der Hund alleine zuhause bleiben ?

Antwort :

Der Hund ist ein Rudeltier, er ist daher grundsätzlich nicht zum Alleinsein geschaffen. Er muss langsam in kleinen Schritten daran gewöhnt werden, dass niemand zuhause ist. Im Erwachsenenalter kann er 4-5 Std. täglich allein gelassen werden, aber nur, wenn er in der übrigen Zeit ausreichend beschäftigt wird.

Und der Welpe ? Gegenfrage : Wie lange würden sie denn ihr Kleinkind unbeaufsichtigt zuhause lassen ?   

Vielleicht haben sie ja liebe Nachbarn, Verwandte oder Freunde die ihnen bei der Betreuung des Hundeli beistehen, oder einen ganz lieben Chef, der den Hund am Arbeitsplatz willkommen heisst. Oder sie entwickeln ungeahnte Kreativität in der Einteilung ihrer Arbeitszeit im Wechsel mit anderen Familienmitgliedern.

Frage : Ist der Hund schon stubenrein ?

Antwort : nein

 Im Abgabealter von 10 Wochen ist das gar nicht möglich. Das Hundeli bemüht sich zwar um Sauberkeit, es wird ihm aber nicht immer gelingen. Erst ab ca. 16 Wochen ist die Koordination der Körperfunktionen so weit ausgereift, dass ein Hundewelpe seine Blase willentlich kontrollieren kann. Bis dahin entleert sie sich spontan sobald sie voll ist, was ziemlich oft ist. Es ist die Verantwortung des Menschen, dafür zu sorgen, dass Hundeli sich zur rechten Zeit am rechten Ort befindet. Das ist aber gar nicht so schwierig, mit ein wenig Beobachtungsgabe lernen sie bald, das Verhalten zu interpretieren und wissen dann, wenn es jeden Moment wieder soweit ist. Dann heisst es schnell handeln.

Alle unsere Kunden besuchen Welpenspielstunden. Dort wird immer ganz ausführlich erklärt, wie das Sauberkeitstraining am besten funktioniert.

Frage : Das ist doch eine ruhige Hunderasse die nicht so viel Bewegung braucht ?

Antwort : Falsch, ganz falsch.

Jeder gesunde Hund mit artgerechtem Körperbau ist bewegungsfreudig, das liegt in der Natur dieser Tierart und gilt für fast alle Rassen.

Zwei Stunden Auslauf täglich sind das Minimum. Aber nicht nur im Garten sondern richtig in der Natur. Dazu kommt noch das Gehirnjogging (verschiedenartige Lernspiele) welches nicht vernachlässigt werden darf. Ein solcherart ausgelasteter Hund ist tatsächlich zuhause ruhig und macht gerne ein Nickerchen - dann auch wenn er alleine gelassen.

Eine Hunderasse die tatsächlich mit wenig Bewegung zufrieden ist, ist z. B. der Pekinese.

Frage : Wenn uns nun einer von ihren Welpen gefällt, können wir den dann gleich mitnehmen ?

Antwort : NEIN auf gar keinen Fall.

Auch nicht wenn das vorgeschriebene Abgabealter bereits überschritten ist, sie einen besonders weiten Anfahrtsweg haben und sich bereits mit Hunden auskennen, NEIN sie können den Hund nicht sofort mitnehmen.

Zuerst möchten wir sie und ihre Familie gerne kennenlernen und uns davon überzeugen, dass sie und der von ihnen gewünschte Hund auch gut zusammenpassen.

Dazu sind in der Regel mehrere Besuche notwendig, gut Ding will Weile haben.

Sie sind jedoch eingeladen, uns frühzeitig, schon bevor wir Welpen haben, zu besuchen, zum gegenseitigen Beschnuppern.

Wir wünschen uns Welpenkäufer, die sich auch nach der Übernahme des Hundeli kooperativ zeigen und bereit sind, in Kontakt mit uns zu bleiben, weil es uns als Züchter wichtig ist, wie unser Nachwuchs sich entwickelt, um daraus etwas zu lernen für die Weiterführung unserer Zucht.